Kurzbeschreibung
Die Schüler*innen entdecken den Surrealismus spielerisch und forschend. Sie erproben künstlerische surrealistische Verfahren und lernen Surrealist*innen abseits des Kanons kennen. Gemeinsam gestalten sie ein Surrealismus-Memory mit eigenen Bildkarten.Spielerisches lernen
Ziele
- Surrealismus als künstlerische, transnationale Bewegung und deren zentralen Merkmale und Themen kennenlernen
- Beschäftigung mit Biografien, Arbeitsweisen und Werken surrealistischer Künstler*innen
- Erproben verschiedener surrealistischer Verfahren
- Entwicklung einer Idee und Treffen eigener künstlerischer Entscheidungen
- spielerisches, prozessorientiertes Arbeiten
- Verschiedene Formen des kollektiven Lernens kennenlernen
- Recherchekompetenz im Internet erweitern
Materialien
- Papier → 20X20cm (werden später auf Memory Karten geklebt)
- Memory Karten (Karton) (22X22 cm)
- Material zu Künstler*innen
- Kleber
- Scheren
- Stifte
- iPads/ Geräte mit Internetzugang, Schulbücher (für Recherche)
- Anleitungen/ Informationen zu den verschiedenen Technik-Werkstätten
- Werkstatt-Kisten gefüllt mit Material für jeweilige Technik-Werkstatt:
- Frottage: Sammlung der in Gegenstände zum unterlegen (Münzen, Laub, Kamm, Rinde,…) → ergänzbar durch mitgebrachte Gegenstände der Schüler*innen, Zeichenkohle, Bleistifte, Wachsmalkreide, Fineliner
- Automatisches Zeichnen: Steinchen/ kleine Gegenstände, die vor den Stift gelegt werden, Augenbinden, Auswahl an Stiften (Buntstifte, Filzstifte, Bleistifte, etc.)
- Cadavre Exquis: Auswahl an Stiften
- Collage: Scheren, Kleber, Zeitungsauschnitte/ Fotos etc.
- Decalcomanie: Wasserfarben, Pinsel, Material zum Abdrücken
Ablauf
Schritt 1: Technikwerkstatt:
Nach einer kurzen Einführung zum Surrealismus durch die Lehrkraft erschließen sich die Schüler*innen während des praktischen Arbeitens selbstständig das Thema: Der Klassenraum wird dafür in vier bis sechs „Technik Werkstätten“ unterteilt, an denen unterschiedliche Verfahren (Frottage, Decalcomanie, Collage, Cadavre Exquis, automatisches Zeichnen, Ausprobieren) des Surrealismus erprobt werden können. Dazu können als Orientierung die vorbereiteten Arbeitsblätter verwendet werden. Für diesen Punkt sollte genug Zeit eingeplant werden, damit im Idealfall alle Schüler*innen alle Werkstätten besuchen können
Schritt 2: Marktszenario:
Die Schüler*innen lernen anhand von kurzen Texten jeweils eine Künstler*in (abseits des klassischen Kanons) kennen. Basierend auf den eigenen Recherchen und den Informationen aus dem Text, erstellen sie selbst eine Mind-Map zu der Person. Anschließend stellen sie ihre Position als Expert*in den anderen in der Gruppe vor. So bekommen alle auch bis zu drei andere Künstler*innen gepitcht (2-4er Gruppen). Je nachdem wie viele Künstler*innen verteilt werden. können die Gruppen auch geteilt werden, sodass nicht alle alles vorgestellt bekommen.
Schritt 3: Erstellen der Partnerkarten
Die Schüler*innen erstellen jeweils zwei zusammengehörende Pärchen für das Memory. Es gibt die Kombination von Technik-Erklärung und Technikumsetzung und die aus Mind-Map und Künstler*innen bestehenden Paare:
Für die Technikkarten können die Tests aus der Technikwerkstatt genutzt werden und als Gegenstück jeweils eine Beschreibung wie die Schüler*innen die Technik wahrgenommen und sich gemerkt haben oder die ausgedruckte Technikerklärung. Die Künstler*innenkombination besteht aus den angefertigten Mindmaps und ausgedruckten Arbeiten der Künstler*innen. Die jeweiligen Karten werden alle auf Papiere/Kartons im selben Format und derselben Farbe aufgebracht, damit sie umgedreht nicht mehr zu unterscheiden sind.
Ein, von den Lehrkräften erstelltes, Kahoot-Quiz wird dazu genutzt, die gelernten Inhalte der ersten Wochen zu überprüfen.
Schritt 4: Abschluss/ Spielen:
In der abschließenden Phase werden die gesammelten Erkenntnisse und Arbeiten zusammengeführt und das gemeinsame Surrealismus Memory in Gruppen gespielt. Je nach Anzahl an Kombinationen können daraus auch mehrere Spielsets entstehen
Reflexion und Anmerkungen
Mehr Zeit für die Technik-Werkstätten einplanen
Gemeinsames Glossar erstellen für unklare Begriffe in den Texten oder neu aufkommende Begriffe
Recherche-Aufgabe besser mit der Klasse reflektieren (was ist kritisch daran, dass viele Schulbücher oder schnelle Recherchen lediglich einen eurozentrischen Blick zeigen)
Info Autor*innen
Lehramtsstudierende der Kunsthochschule Mainz. Die Unterrichtsreihe ist im Rahmen des Seminars „Friends of Kritilab“ im SoSe 25 entstanden. Die Unterrichtsreihe wurde in ähnlicher Form an einem Gymnasium (5. Klasse) erprobt und durchgeführt.